Südsteiermark

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Der "Klapotetz" - das steirische Windradl


Der Klapotetz (slowenisch klopótec, zu deutsch „Klapper“) ist ein im südsteirischen Weingebiet verbreitetes, meist 8-flügeliges Windrad. Sie besteht aus einem Windrad mit Welle und Klöppeln, die durch ihr rhythmisches Geklapper die Vögel aus den Weingärten zur Zeit der Traubenreife fern halten sollen.

Als Material zur Herstellung eines Klapotetz werden vier Holzarten benötigt: Fichtenholz (auch Tanne oder Lärche) für die Flügel, Buchenholz für die Klöppel, Esche oder Kastanie für den Block und Kirschbaumholz für das Schlagbrett. Letzteres darf nicht durch ein anderes Material ersetzt werden, denn nur Kirschbaumholz erzeugt schrille Töne und wahrscheinlich auch Töne im Ultraschallbereich, welche die Vögel eher fern halten.

Der Durchmesser des Windrades beträgt meistens etwa ein Meter. Am hinteren Ende des Klapotetz werden oft Birkenbuschen als Windfahne und Gegengewicht angebracht. Das melodische Geklapper des Klapotetz ist charakteristisch für die Stimmung der südsteirischen Weinberge.


Es gibt über den Termin des Aufstellens des Klapotetz verschiedene Ansichten. Der eigentliche Tag ist der des Heiligen Jakobi am 25. Juli. Der Abbau oder das Stilllegen erfolgt zu Allerheiligen 1. November oder zu Martini. Ursprünglich war es die Aufgabe des Klapotetz mit der beginnenden Reife der Weintrauben die Vögel aus den Weingärten zu vertreiben. Am Anfang ist dies auch bewirkt worden, doch bald merkten die Vögel, daß ihnen von dem Geklapper keine Gefahr droht. Nun aber ist eigentlich aus dieser Vogelscheuche eine Fremdenverkehrsattraktion geworden.

Der größte Klapotetz der Welt ist 16 m hoch, das Schlagwerk mit Windrad hat 3,4 t, der Eichenholzstamm 2,6 t, eine Klachel 40 kg. Die acht Klöppel sind aus Akazienholz gefertigt, das Klangwerk aus Kirschholz und die Federn aus Fichtenholz. Er steht am Demmerkogel im Gemeindegebiet von St. Andrä-Höch und ist dem Hl. Jakob geweiht.